Höhere Prämien für die Kfz-Versicherung mag wohl kein Autofahrer. Doch wenn es kracht und man selbst dafür verantwortlich ist, geht es mit dem Schadenfreiheitsrabatt nun mal bergab und dem Beitrag teils spürbar bergauf. Dafür sorgt die sogenannte Rückstufungstabelle, aus der exakt hervorgeht, welche Konsequenzen es hat, wenn der Autoversicherung ein Schaden gemeldet wird, ob nun im Rahmen der Kfz-Haftpflicht oder der Vollkasko. Verhindern lässt sich die Rückstufung unter anderem mit dem Rabattretter und dem Rabattschutz. Check24 hat beiden Optionen auf den Zahn gefühlt.
Der klare Vorteil beim Rabattretter: Er ist kostenlos. Problem: Dieses Tarifmerkmal wird erst dann geschaltet, wenn der Kunde mindestens 25 Jahre lang unfallfrei war und die SF-Klasse 25 erreicht hat. Sollte dann doch ein Schaden reguliert werden müssen, stuft die Autoversicherung den Kunden zwar zurück, allerdings nur so weit, dass der Schadenfreiheitsrabatt erhalten bleibt. Wird der Anbieter später gewechselt, zum Beispiel weil per Kfz-Versicherungsvergleich ein günstigeres Angebot gefunden wurde, ändert sich für den Kunden nichts. Schließlich wurde er regulär „bestraft“ und in eine neue Schadenfreiheitsklasse gestuft. Mit der neuen Rabattstaffel verschwindet der Rabattretter nun aber langsam von der Bildfläche.
Dann bleibt nur noch die Option, einen kostenpflichtigen Rabattschutz zu vereinbaren. Dadurch steigt die Prämie zwar um bis zu 20 Prozent. Dafür bleibt man nach einem Schaden ungeschoren. Sprich: Die Versicherung stuft nicht zurück, der Schadenfreiheitsrabatt bleibt unberührt und letzten Endes alles beim Alten. Der Nachteil dieser Variante ist schlichtweg, dass ein Unfall oder Schaden vorerst zwar nicht geahndet, bei einem Kfz-Versicherungswechsel aber an die neue Assekuranz gemeldet wird. Dadurch steht dann direkt mit dem Neuvertrag eine Rückstufung an. Check24 sagt daher: „Für flexible Autofahrer, die öfter ihre Versicherung wechseln, lohnt sich der Rabattschutz nicht.“ Treue Kunden könnten hingegen viel Geld sparen, sollten sie einen Schaden verursacht haben – Berechnungen des Portals zufolge über 800 Euro.


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