VHV zieht sich aus dem Preiskampf zurück

Der Kfz-Versicherungsmarkt ist ein heißes Pflaster. Einigen Unternehmen wird es inzwischen zu heiß. Sie ziehen sich zwar nicht komplett aus dem Geschäft zurück, wollen aber auch nicht länger beim teils ruinösen Preiskampf mitmischen. Diese Entscheidung hat jetzt auch die VHV getroffen. Sie tritt, so die Financial Times Deutschland (FTD), auf die Bremse und wird sich vorerst darauf konzentrieren, den aktuellen Status quo, sprich den Marktanteil bei den Autoversicherungen zu halten.

Dass die Vereinigte Hannoversche Versicherung (VHV) diesen Schritt geht, dürfte die Branche ein wenig wundern. Denn bislang hat sich das Unternehmen nicht gerade durch Zurückhaltung ausgezeichnet, sondern gehörte zu den Assekuranzen, die richtig Gas gegeben haben, um neue Kunden zu gewinnen. Dazu wurde unter anderem Pop-Titan Dieter Bohlen als Werbefigur gewonnen. Die Spots für die Autoversicherung liefen während der Wechselsaison auf allen Sendern.

Versicherungskennzeichen – aus Grün wird Schwarz

„Schwarz, schwarz, schwarz sind alle unsere Schilder“, sollte es ab dem 1. März bei den Besitzern von Kleinkrafträdern heißen. Denn an diesem Termin verlieren die alten grünen Versicherungskennzeichen ihre Gültigkeit und muss rechtzeitig für Ersatz gesorgt werden. Wer sich nicht am alljährlichen „Farbe wechsel Dich“-Spiel beteiligt, hat keinen Versicherungsschutz mehr und macht sich damit strafbar, warnt die HUK-Coburg in einer aktuellen Pressemitteilung.

Die Pflicht, passend zum neuen Versicherungsjahr ein neues, diesmal schwarzes Kennzeichen zu kaufen, besteht unter anderem für Mofas, Mopeds, Roller und darüber hinaus auch für Quads, sofern sie weniger als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Kilometern pro Stunde sind. Der Vorteil: Das neue Kennzeichen kann direkt vor Ort bei einer Versicherungsagentur, einem Versicherungsvermittler, dem Makler des Vertrauens und oft auch bei Banken erworben und anschließend direkt montiert werden.