Ältere zahlen mehr für ihre Kfz-Haftpflichtversicherung

Welche Bausteine der Beitragskalkulation sich wie auf die Kosten einer Kfz-Police auswirken, ist und bleibt das Geheimnis der Versicherungsbranche. Hier hat jedes Unternehmen ein eigenes „Rezept“. Dass dabei das Alter des Kunden eine deutlich größere Rolle spielt, als man bislang angenommen hat, belegen Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Fahrer in den mittleren Lebensjahren sparen

Fahrer in den mittleren Lebensjahren gehören demnach zu den Kunden, die bei ihrer Kfz-Versicherung am meisten sparen. Warum? Weil sie rein statistisch seltener in Unfälle verwickelt sind und demnach auch geringere Kosten verursachen. Oder anders ausgedrückt: Jüngere und vor allem ältere Versicherungsnehmer zeichnen anscheinend öfter für Schäden verantwortlich. Das macht sich dann auch beim Beitrag für die Autoversicherung bemerkbar.

Besonders günstig fahren, so die Statistik des GDV, Verbraucher im Alter zwischen 25 und 67 Jahren. Ihr Versicherungsbeitrag ist in der Regel niedriger als der anderer Verkehrsteilnehmer. Geht man noch weiter ins Detail, so liegt die Ersparnis der Altersklasse von 27 bis 41 Jahren bei immerhin 22 Prozent.

Der Schadenfreiheitsrabatt wird gedämpft

Daraus leitet sich ab, dass Personen ab 68 Jahren für ihre Autoversicherung spürbar tiefer in die Tasche greifen müssen. Der Schadensfreiheitsrabatt, den sich ältere Fahrer im Laufe der Jahre „verdient“ haben, sofern sie unfallfrei geblieben sind, verliert dadurch etwas an Bedeutung und wird gedämpft.

Dazu hat der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft ein Beispiel berechnet. Ein 45-Jähriger mit Schadenfreiheitsklasse (SFK) 15 zahlt für seine Kfz-Haftpflichtversicherung 160 Euro. Hierbei werden neben dem Alter auch die Typ- und die Regionalklasse berücksichtigt. Unter den gleichen Voraussetzungen und bei gleicher SFK kommt ein 75 Jahre alter Fahrer auf einen Beitrag von 287 Euro (plus 79 Prozent). Bleibt der Mann die ganze Zeit über unfallfrei wäre der Beitrag trotzdem rund acht Prozent höher.

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