Wechselbereitschaft bei der Kfz-Versicherung steigt stark an

Der Trend hat sich in den vergangenen Jahren bereits abgezeichnet und erlebte 2018 einen neuen Höhepunkt: Die Bereitschaft, die Kfz-Versicherung zugunsten eines günstigeren Tarifes zu wechseln. Das geht aus den Daten von Yougov Deutschland hervor. Das Marktforschungsinstitut veröffentlichte jüngst die ersten Ergebnisse der Studie „Wechseltätigkeit in der Kfz-Versicherung 2018“.

20 Prozent mehr Wechselwillige

Erste Anzeichen dafür, dass mehr Autofahrer nach einer günstigen Kfz-Versicherung suchen, ergaben sich während der heißen Phase des Preiskampfes. Die liegt zwar schon mehrere Jahre zurück, flaute zwischenzeitlich leicht ab und ist jetzt wieder entfacht. Doch eines hat sich nicht geändert: Der Wunsch, über einen Kfz-Versicherungsvergleich Geld zu sparen.

Hohe Defizite bei der Schadenregulierung

Ein Brandschaden und zwei Versicherer – das kann dauern, wie ein Metzgermeister seit fünf Monaten im badischen Villingen bei vermutetem Einbruch mit Brandstiftung feststellen muss…

Drum liegt ganz nahe, dass Versicherungsmakler und Mehrfachvertreter auf  hohe Fachkompetenz und gute Erreichbarkeit der Ansprechpartner bei den Versicherungs-Unternehmen hoffen. Denn als größte Defizite gelten die Regulierungsdauer und die Erreichbarkeit der Ansprechpartner.

Ergebnis einer aktuelle Auflage der quartalsweise von der Betriebsberatung GmbH und dem Institut für Versicherungsvertrieb Beratungsgesellschaft mbH erhobenen Studie Asscompact Trends.

Gratis-Schutz: die Ruheversicherung in der Kfz-Police

Langsam wird es draußen ungemütlich. Nass, kalt, rutschig – nicht die besten Voraussetzungen für eine Tour mit dem Motorrad oder dem Cabrio. Daher nutzen immer mehr Halter ein sogenanntes Saisonkennzeichen. Das Fahrzeug wird in der Regel spätestens ab November warm zugedeckt und in den Winterschlaf geschickt. Das spart Geld bei der Kfz-Versicherung – und trotzdem sind Auto oder Zweirad bestens geschützt.

Die Vorteile des Saisonkennzeichens

Einige Automodelle und natürlich Motorräder sind nicht das ganze Jahr im Einsatz. Einige werden nur für zwei, andere für bis zu elf Monate pro Jahr angemeldet. Hat man den Gang zur Zulassungsstelle einmal erledigt, gilt das Saisonkennzeichen unbegrenzt. „Mit Beginn der neuen Saison kann sich der Fahrer ins Auto setzen, Gas geben und losfahren“, erklärt die HUK-Coburg. Gültig ist das Kennzeichen, bis man das Fahrzeug komplett abmeldet.

Trabi-Kalender: Die erotischen Tage 2019

Limitiert auf 2.000 Stück – Wer’s braucht…

Heiße Kiste TRABI: Ab sofort ist der neue Trabant-Erotik-Kalender „Super Pappe“ 2019 erhältlich. Nach Fotograf Andrè Groß ist es der einzige seiner Art in der speziellen Kombination „Trabant & sexy Girls“ sei. Die Auflage sei auf 2.000 Stück limitiert.

 

Mit der gleichen Auflage präsentiert Groß auch seinen zweiten, erotischen Kalender mit DDR-Mopeds. Hierfür wurden „alte Originale extrem getunt“ und mit deren speziellen Sonder-Umbauten abgelichtet.

Eigenes Gutachten des Geschädigten ist rechtens

Restwert ist auf dem regionalen Markt zu ermitteln

Drei Juristen – vier Meinungen; zwei Gutachten mindestens zwei Meinungen.  Wer den Schaden hat, braucht ganz sicher keinen Spott, sondern eher ein eigenes Gutachten.

Und so muss sich ein Geschädigter nicht auf das Gutachten der gegnerischen Versicherung verlassen. Darf er doch ein eigenes Gutachten veranlassen, wobei Restwertangebote auf dem regionalen Markt zu ermitteln sind.

Hat die gegnerische Versicherung Restwert-Angebote vorgelegt, ist zu beachten, dass diese nur befristet gelten. Ist also die Frist abgelaufen, ein verbindliches Restwertangebot anzunehmen, ist der Restwert neu zu ermitteln. So jedenfalls das Amtsgerichts  Düsseldorf bereits im Juni 2017 (AZ: 40 C 35/17).

Ausparken mit Vorsicht!

Man hätte es mit ausgeprägtem Rechtsempfinden ahnen können: Wenn zwei gleichzeitig rückwärts ausparken und „karambolieren“, ist eine Schadenhalbierung gerechtfertigt sein. So der BGH im Mai 2018 (VI ZR 231/17).

Die spätere Klägerin hatte ihren Pkw vorwärts im rechten Winkel zur Fahrbahn geparkt. Gegenüber am Fahrbahnrand parkte der Beklagte, dies jedoch entgegen der Fahrtrichtung.

Als beide zufällig zum gleichen Zeitpunkt ausparken wollten, musste die Klägerin rückwärts einen Linksbogen fahren und kollidierte mit dem Fahrzeug des ebenfalls rückwärts aus der Parklücke ausfahrenden Beklagten.

Waschanlage: Wer bremst denn da…?

Es soll Großväter geben, die finden in Begleitung Enkels eine „autonome Fahrt“ durch die Waschanlage reizvoller als Geisterbahn oder Ketten-Karussell.

Was aber, wenn’s plötzlich klemmt? Wurde man oder war man zuvor vom Betreiber einer automatischen Autowaschanlage in geeigneter und zumutbarer Weise darauf hingewiesen worden, dass man  während des Waschvorgangs nicht bremsen darf?

Kam es anders, sind die Folgen eines Auffahrunfalls zu verantworten, falls sich einer der Fahrzeugführer davor nicht an diese Vorschrift hält. So hat der BGH im Juli 2018 entschieden (VII ZR 251/17).

BGH: Nutzungsausfall für Biker ohne „Moped“

Ist ein Zweirad-oder eben ein Motorradfahrer unverschuldet an einem Verkehrsunfall beteiligt, kann er gegen den Verursacher Nutzungsausfall geltend machen. Das gilt insbesondere dann, wenn das Kraftrad das einzige Fahrzeug des Geschädigten ist.

So ein Urteil des BGH.

Im benannten Verfahren vor dem BGH wurde ein Zweirad beschädigt, wofür der Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers hatte zwar die Reparatur übernahm, er aber den geforderten Nutzungsausfall nicht anerkennen wollte. Doch die Richter entschieden im Januar 2018 (VI ZR 57/17) zumindest teilweise zu Gunsten des Geschädigten:

Keine Einschränkung bei „unfallfrei“

Wird in einem Kaufvertrag ein Fahrzeug als „unfallfrei“ benannt, bezieht sich dies als Beschaffenheit auf die gesamte ‚Lebensdauer‘ des Fahrzeugs und nicht nur auf den Zeitraum während des Besitzes bei einem Wiederverkäufer.

Diesen Hinweis nur auf die Besitzphase des Verkäufers abzuleiten, kann und muss für den Vermerk „unfallfrei“ nach einem Urteil des OLG Hamm vom Mai 2017 nicht akzeptiert werden (AZ: I-28 U 198/16).

Damit stimmte das OLG Hamm dem LG Essen zu, dass ein handschriftlicher Zusatz „unfallfrei“ auf dem Kaufvertrag, vermerkt durch den Beklagten, nicht auf die Besitzzeit des Beklagten einschränkt.

Eine solche Erklärung darf aus Sicht des Klägers so aufgefasst werden, dass der Kfz-Händler bereits beim Ankauf gewissenhaft geprüft hat und er deshalb dafür einstehen müsse, dass es keine unfallbedingten Vorschäden an dem Fahrzeug gebe.

Bereits in der ersten Instanz war durch den Sachverständigen bestätigt worden , dass das verkaufte Fahrzeug einen Unfallschaden aufwies, woran sich das Berufungsgericht gebunden sah.

Somit hatte Kläger eine grundsätzlich einen Anspruch auf Rückabwicklung, da das Fahrzeug die vertraglich zugesicherte Unfallfreiheit nicht erfüllte.

Im benannten Fall war das OLG Hamm Berufungsinstanz bei einem Gebrauchtwagenkauf, bei dem der Kläger das Fahrzeug Anfang 2014 gekauft hatte, das erstmals am 11.06.2007 zugelassen worden war und 169.000 Kilometer gefahren wurde..

Nach Übergabe und Zahlung von 13.400 Euro stellte der Kläger einige Zeit später fest, dass an dem Fahrzeug Unfallspuren vorhanden waren, worauf der Anwalt des Käufers gegenüber dem Beklagten den Rücktritt vom Kaufvertrag erklärte.

Zur eventuellen Nutzungsentschädigung auf Beklagtenseite erklärte der Kläger die Aufrechnung, da der Kfz-Händler den Kaufpreis zu 4 Prozent hätte anlegen können.

Vor dem LG Essen, AZ: 12 O 265/14, behauptete der Beklagte der Zusatz „unfallfrei“ sei so zu verstehen gewesen, dass das Fahrzeug bei ihm keinen Schaden erlitten habe, dem entgegen argab sich jedoch aus einem Gutachten, dass das verkaufte Fahrzeug einen Unfallschaden aufwies.

In diesem Sine verurteilte das LG Essen den Beklagten jedoch nur zur Rückzahlung von 6.847.- Euro gegen Rück-Übereignung des Pkw.

Denn die Rückzahlung lag niedriger nach einem Nutzungsentgelt von 7.557.- Euro, bezogen auf eine zu erwartende Gesamtlaufleistung des Fahrzeugs von 300.000 Kilometer und die vom Kläger zurückgelegte Laufleistung von 74.434 Kilometern.

Das OLG Hamm bestätigte damit das LG Essen, bei der Nutzungsberechnung von einer Gesamtlaufleistung von 300.000 km auszugehen.

Der Pkw Modell C. verfüge über einen groß-volumigen Sechs-Zylindermotor mit einer für solche Motoren vergleichsweise geringen Motorleistung, was eine hohe Gesamtlaufleistung ermögliche.

Da der Kläger bei der Berufungsentscheidung mittlerweile schon 96.000 Kilometer zurückgelegt hatte, fiel die Nutzungsentschädigung höher aus und wurde vom OLG Hamm letztlich mit 9.746.- Euro berücksichtigt.

Autoversicherung 2017 – die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick

Im Vorjahr war der Versicherungsmarkt in Bewegung, weshalb das Jahr 2017 einige Neuerungen mit sich bringt. Autobesitzer sollten deshalb prüfen, ob sie weiterhin gut versichert sind. In diesem Beitrag möchten wir zeigen, wie die wesentlichen Änderungen in der Autoversicherung 2017 lauten.

Anpassungen in den Typ- und Regionalklassen

Jedes Jahr werden die Typklassen und Regionalklassen der Autoversicherung vom GDV angepasst. Allerdings hielten sich die letzten Anpassungen im Rahmen, es sind nur vergleichsweise wenige Autotypen und Zulassungsbezirke betroffen.

Dennoch müssen einige Autobesitzer mit Beitragserhöhungen rechnen. Insbesondere in der Vollkaskoversicherung hat es einzelne Autotypen deutlich getroffen, wie z.B. den BMW 218 Active Tourer, der gleich um drei Typklassen hochgestuft wurde. Um immerhin noch zwei Klassen geht es für den Audi A5 2.0 TFSI und den Golf VII GTD nach oben.

Bei den Regionalklassen ist ein Wechsel an den Spitzen festzustellen. Im vergangenen Jahr galt die Hauptstadt als Spitzenreiter bei der Schadenshäufigkeit. Für 2017 ist das nicht mehr der Fall, da Berlin von der Stadt Offenbach abgelöst wurde. Ein kleiner „Trost“ bleibt den Berlinern trotzdem: Wenn es um Fahrzeugdiebstähle geht, liegt die Hauptstadt weiterhin vorne. Mit 3,5 Diebstählen pro 1.000 zugelassene Autos ist sie klarer Spitzenreiter. Als zweitplatziertes Bundesland folgt Hamburg mit gerade einmal 1,8 Diebstählen pro 1.000 zugelassene Autos.

Neuigkeiten bei den Tarifen

Bei den Tarifen der Autoversicherer hat sich eine ganze Menge getan. Wie es scheint, haben die Telemetrie-Tarife endlich ihren Dornröschenschlaf beendet. Aufgrund der verbesserten technischen Infrastruktur trauen sich zunehmend mehr Versicherer an diese spezielle Tarifvariante heran und beginnen damit, erste Erfahrungen zu sammeln. Autobesitzer sollten sich über diese Entwicklung jedoch nicht zu früh freuen. Die freiwillige Überwachung kann zwar niedrige Beiträge zur Folge haben, doch bei entsprechender Fahrweise drohen Aufschläge.

Beim Thema Tarifvergleich hat sich wenig getan. Keines der großen Vergleichsportale ermöglicht es seinen Kunden, den Markt der Autoversicherung vollständig zu durchleuchten. Einige Anbieter, wie z.B. Huk24, sind nur in wenigen Tarifvergleichen berücksichtigt. Wer sein Auto günstig versichern möchte, sollte deshalb Zeit investieren und ganz bewusst auf mehrere Vergleichsrechner zurückgreifen.