Ein Mietrückläufer verpflichtet, diesen so zu benenne

Das sperrige Wort vom „Mietrückläufer“ gehört nicht zur Alltags-Kommunikation, wen aber doch, dann muss das Fahrzeug so beschrieben werden, dass der Verkäufer damit auf die frühere Nutzung als Mietfahrzeug hinweist.

Dazu fällte das (OLG) Oldenburg ein Urteil, nachdem die Wettbewerbszentrale gegen einen Händler geklagt hatte (März 2019, AZ: 6 U 170/18).

Der nun hatte einen acht Monate alten Opel Mokka X 1.4 Turbo, 103 kW (140 PS) mit 11.400 Kilometer zu 17.450 Euro auf der Gebrauchtwagenbörse Mobile.de angeboten.

Das Objekt war ein sogenannter Mietrückläufer, also ein Selbstfahrer-Vermiet-Fahrzeug, welches zuvor in Spanien gewerblich genutzt und vermietet wurde.

Auf diese Tatsache wurde jedoch in der Anzeige nicht hingewiesen, worauf der Händler von der Wettbewerbszentrale abgemahnt wurde.

Die Kfz-Versicherung wird gegoogelt

Wurde das World Wide Web anfangs vor allem nach erotischen Inhalten durchforstet, ist die Bandbreite der Suchanfragen inzwischen deutlich größer. Im Bereich Versicherungen hat die Kfz-Police dabei die Nase ganz klar vor – zumindest im vierten Quartal 2018. Von knapp 1,2 Millionen Google-Suchen rund um Absicherung und Vorsorge betrafen über 200.000 die Kfz-Versicherung.

Deutlich mehr Suchanfragen

Dass die Autoversicherung im letzten Quartal eines Jahres besonders gefragt ist, sollte niemanden verwundern. Im Oktober und November herrscht bei den Assekuranzen dank der Wechselsaison Hochbetrieb. Das macht sich dann auch bei Konzernen wie Google bemerkbar. Schließlich möchten immer mehr Autofahrer eine möglichst günstige und darüber hinaus auch gute Kfz-Versicherung. Und dazu wird seit mehreren Jahren vermehrt auf Online-Angebote zurückgegriffen – insbesondere beim Kfz-Versicherungsvergleich.

Gibt es „das beste Vergleichsportal“ für Kfz-Versicherungen?

Gut, besser, am besten – doch wie oft ist eine solcher ‚Komparativ‘ schon zu schief betrachtet worden, weil er auch ‚tendenziös‘ blieb oder ‚zu individuell‘ erfolgte und eben ein „Studien“-Auftrag gegen Honorar dahinter stand?

Wie aber steht es um den  Service, wenn das Deutsche Institut für Service-Qualität in einer aktuellen Studie dann auch die TV-werbenden Großen wie Verivox und Check24 bewertet?

Wer aber gibt mit welchen Kriterien und auf welche Weise vor, wenn ein Service als „gut“ gelten soll? Und bleibt auch bei der Preisanalyse ein „sehr gut“ für eine Gesamtwertung immer auch eine Frage des Betrachters. 

Jedenfalls hat im November ein „Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG“ (kurz Disq) im Auftrag von n-tv Vergleichsportale für Autoversicherungen getestet und dabei „nur Internetportale ausgewählt, die die Möglichkeit anbieten, online einen Tarif abzuschließen sowie kostenlos Tarife miteinander zu vergleichen“.

Das aber bedeutet, dass Portale, die den Vergleich anderer Anbieter nutzen, in dieser Studie ausgeschlossen wurden. Doch auch Versicherungs-Apps, bei denen zwar ein Vergleich möglich ist, die aber auch alle persönlichen Versicherungspolicen gesammelt einsehen und verwalten wollen, wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

Kfz Versicherung berechnen ohne persönliche Daten?

Mit zunehmender Digitalisierung nimmt auch das Interesse am Datenschutz im Internet zu. Interessenten möchten vermehrt ihre Kfz Versicherung ohne Angabe persönlicher Daten berechnen lassen. Beobachten kann man das sehr schön an Fragen in einschlägigen Auto-Foren wie Motortalk.

"Hi Leute, kennt hier jemand einen unabhängigen Versicherungsvergleicher, bei dem man am Ende der Dateneingabe nicht seine Personalien angeben muss?"

Kann man eine KFZ Versicherung per Email kündigen?

Es ist heutzutage einfach, eine KFZ Versicherung online abzuschließen. Insbesondere begünstigt durch Internet-Preisvergleiche wie Check24 und Verivox, die einem direkt nach dem Tarifvergleich auch noch die Möglichkeit zum Vertragsabschluss anbieten. Eine Online Kündigung ist hingegen oft umständlicher zu praktizieren. Ein positives Beispiel stellt die HUK24 dar. Hier kann der Kunde seine Kündigung über den geschützten Service-Bereich, per Fax oder per Email mit eingescanntem Schreiben im E-Mail-Anhang an die Versicherung übermitteln. Daneben gibt es natürlich auch noch die klassische Zustellung der Kündigung per Post. Doch Obacht, wenn Sie nur ein Deut von diesen Wegen der Datenübermittlung abweichen, kann die Kündigung schon null und nichtig sein.

Sicher ist sicher: kfz-versicherungsvergleich.co goes SSL

ssl-datensicherheitNicht nur im Straßenverkehr wird Sicherheit groß geschrieben, auch im Internet wird immer mehr auf Sicherheit und Datenschutz geachtet. Sicherheit beim Datenverkehr bedeutet in diesem Fall, dass die Datenpakete nicht einfach ungeschützt durchs weltweite Netz geschoben werden, sondern über eine verschlüsselte Verbindung laufen. Das wird vor allem dann relevant, wenn persönliche Daten des Nutzers auf die Reise gehen. Zum Beispiel im Checkout von Warenkörben oder bei der Versendung von Formularanfragen. Hier wird es bei ungeschützter Leitung heikel, weil im Prinzip jeder der Zugriff auf eine der Zwischenstationen dieser Datenpakete hat, diese auch abfangen bzw. herausfiltern könnte. Neben Server Administratoren oder Geheimdiensten könnte das auch der Kollege im Büro oder Nachbar von nebenan sein.

HUK24 stellt Zusammenarbeit mit Verivox ein

Überraschung im KFZ Versicherungsmarkt. Nach ca. einem Jahr gibt die HUK-Coburg Versicherungsgruppe ihre Kooperation mit dem Vergleichsportal Verivox teilweise auf. Die Tarife des Tochterunternehmens HUK24 (der Online Ableger der HUK-Coburg), werden ab sofort nicht mehr bei einem der größten Vergleichsportale zu finden sein. Wie das 1A Verbrauchermagazin berichtet, sollen laut einem Sprecher der Versicherung mit diesem Schritt Vertriebskosten eingespart werden. Über die HUK24 wurden seit April 2014 Kfz-Tarife der bayrischen Versicherungsgruppe im Internet nur exklusiv auf Verivox und den hauseigenen Portalen HUK und HUK24 angeboten. Die Zusammenarbeit mit dem Vergleichsportal Marktführer Check24 war schon seit längerer Zeit beendet worden.

Der Onlinevertrieb birgt viel Potenzial

So modern sich die meisten Versicherungsunternehmen auch präsentieren. Hinter der Fassade sind die Denkstrukturen oft noch altbacken. Das kann sich in Zeiten des Internets ganz schnell als Schuss ins eigene Knie erweisen. Schon vor zehn Jahren, als das Internet langsam erblühte und Dotcom in aller Munde war, müssten sich die Assekuranzen Sticheleien gefallen lassen, weil sie keine entsprechende Strategie in der Hinterhand hatten. Jetzt droht das gleiche Dilemma beim Vertrieb. Dabei bietet das Web gerade der Sparte Kfz-Versicherung Wachstumspotenziale noch und nöcher.

Kfz-Versicherer nutzen Webressourcen nur mäßig

Die vergangenen Wochen und Monate haben eines recht deutlich gezeigt: Bei der Suche nach einer günstigen Kfz-Versicherung nutzen Autobesitzer zunehmend das Internet. Sie informieren sich nicht nur und arbeiten mit Kfz-Versicherungsvergleichen, sondern schließen den Vertrag immer öfter auch online ab. Was heißt das nun für die Branche? Sie müsste eigentlich alles daran setzen, es potenziellen Kunden so einfach und komfortabel wie möglich zu machen. Doch leider hinken die Versicherer in Sachen Word Wide Web immer noch den aktuellen Standards hinterher.