Die Deckungskarte wurde Mitte 2009 von der im März 2008 eingeführten elektronischen Versicherungsbestätigung abgelöst. Die folgende Erklärung ist vorbehaltlich dieser Änderungen zu verstehen.

Bei der Deckungskarte handelt es sich um ein Dokument, das von Versicherungsgesellschaften ausgestellt wird. In früheren Jahren wurden die Deckungskarten auch unter der Bezeichnung Doppelkarte geführt. Sie werden benötigt, um Fahrzeuge zulassen bzw. sie anmelden oder auch ummelden zu können. Entsprechende Änderungen hinsichtlich der Zulassung sind nur dann möglich, wenn sich der Fahrzeughalter in der Lage befindet, die Deckungskarte auf der Zulassungsstelle vorzulegen.

Die Deckungskarte ist deshalb von solch hoher Bedeutung, weil sie als Nachweis für das Bestehen eines vorläufigen Versicherungsschutzes dient: Der Fahrzeughalter weist nach, dass sein Fahrzeug versichert ist und somit eine Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr erfolgen kann, ohne die anderen Verkehrsteilnehmer sowie auch sich selbst einem finanziellen Risiko auszusetzen. Ein entsprechender Nachweis muss zur Zulassung oder auch bei der Ummeldung grundsätzlich vorgelegt werden.

Wie bereits erwähnt dient die Deckungskarte als Nachweis für das Bestehen eines vorläufigen Versicherungsschutzes. Dieser Versicherungsschutz ist zeitlich begrenzt: Innerhalb einer vom Versicherer festgelegten Frist muss sich der Fahrzeughalter für einen Versicherungstarif entscheiden und einen Versicherungsvertrag mit dem Versicherer schließen. Während dieser Zeit bzw. bis der eigentliche Versicherungsvertrag zustande kommt, gilt ausschließlich der vorläufige Versicherungsschutz. Dieser Schutz entspricht in etwa dem Schutz, den eine Kfz-Haftpflichtversicherung bietet: Es werden ausschließlich Haftungsansprüche Dritter abgedeckt sowie alle Personenschäden. Wer ein vergleichsweise neues Auto fährt und deshalb einen Kaskoschutz wünscht, sollte sich darum bemühen, möglichst schnell den Versicherungsvertrag zu unterschreiben und an den Versicherer zu senden.

Auf Nachfrage räumen einige Versicherungsunternehmen ihren Kunden die Möglichkeit ein, den Versicherungsschutz von Beginn an zu erweitern. Allerdings muss dieser Schutz explizit angefragt werden, wenn es um die Anforderung der Deckungskarte geht. Die Deckungskarte kann sowohl online als auch telefonisch angefordert werden. Die meisten Versicherer versenden sie auf dem Postweg, teilweise wird aber auch ein Versand per Email angeboten. Sofern die Zulassung noch am selben Tag erfolgen soll, besteht die Möglichkeit, alternativ zur Deckungskarte eine sogenannte VB-Nummer zu beantragen – diese ermöglicht eine sofortige Zulassung.