Die Kfz-Versicherungsbeiträge steigen

Das war zu erwarten: Die Beiträge für die Kfz-Versicherung ziehen kräftig an. Nachdem sich die Unternehmen während der Wechselsaison immer wieder gegenseitig unterboten haben, kehrt jetzt Normalität ein. Für Verbraucher heißt das, sie müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Laut Verbraucherportal Check24 ist der durchschnittliche Kfz-Haftpflichtbeitrag seit November um 17 Prozent gestiegen.

Tiefpunkt im November

Den Tiefpunkt erreichen die Prämien für die Autoversicherung regelmäßig im November, dem Monat, in dem der Kfz-Versicherung normalerweise gewechselt wird. Dass die Preise nachher wieder steigen, ist daher nicht ungewöhnlich. Was überrascht, ist die deutliche Zunahme um 17 Prozent. Dr. Tobias Stuber von Check24 bezeichnet den Preisanstieg als „außergewöhnlich stark“.

Ein Ende dieser Entwicklung ist vorerst nicht abzusehen. Die Erfahrung aus der Vergangenheit lehrt, dass die Beiträge für die Kfz-Versicherung bis zum Sommer noch weiter steigen. Das Preisniveau hat sich in den zurückliegenden Jahren ohnehin langsam nach oben geschraubt. Im November 2018 kostete die Kfz-Haftpflichtversicherung im Schnitt 276 Euro. Das sind 45 Prozent mehr als im November 2009.

Schwächere Preisschwankungen

Die einzig positive Nachricht für Autofahrer: Die Preisschwankungen innerhalb eines Jahres sind nicht mehr ganz so heftig. Schlug das Pendel 2009 zwischen teuerstem und günstigstem Monat noch 37 Prozent aus, waren es im vergangenen Jahr nur 17 Prozent. Es rentiert sich also durchaus, die Kfz-Versicherung passend zur Wechselsaison zu vergleichen. Vorher ist ein Vergleich zwar auch sinnvoll, insbesondere bei einem Fahrzeugwechsel. Doch die höchste Ersparnis ist nach wie vor im November möglich.

Kurzum: Ein Kfz-Versicherungsvergleich macht sich in Euro und Cent bezahlt. Wie hoch die Ersparnis im Einzelnen ist, richtet sich nach den individuellen Umständen. Im Schnitt rechnen Experten mit mehreren hundert Euro je Vertrag. In der Summe beträgt die Einsparung durch den Vergleich der Autoversicherung 318 Millionen Euro im Jahr. Diese Zahl stammt aus einer Studie von WIK-Consult, einer Tochter des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK).

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