Fahren ohne Zulassung

Für die meisten Autofahrer stellt sich die Frage vermutlich nie: Darf ich ohne Zulassung fahren? Die Antwort darauf lautet: Grundsätzlich nicht, in bestimmten Situationen schon. Anderenfalls wird die Fahrt ohne gültige Zulassung schnell zur Straftat und kann mit empfindlichen Geld- und Freiheitsstrafen geahndet werden. Dabei spielt das Thema Kfz-Versicherung eine entscheidende Rolle.

Kfz-Versicherungsschutz muss gewährleistet sein

Um mit dem Fahrzeug auf die Straße zu dürfen, braucht es neben der Plakette vom TÜV auch die Marken der Zulassungsstelle. Die Signets mit Behördenstempel garantieren, dass für das Auto Versicherungsschutz besteht und im Fall der Fälle für mögliche Schäden aufgekommen wird. Oder anders ausgedrückt: ohne Autoversicherung keine Zulassung.

Zu den Ausnahmen, in denen man auch ohne Zulassung am Straßenverkehr teilnehmen darf, zählen lediglich Fahrten zur Anmeldung, der Heimweg von der Abmeldung oder der Weg zur Hauptuntersuchung. Für jedes dieser Szenerien gelten klare Regeln. Nach der Abmeldung sind Fahrten zum Beispiel nur noch bis zum Ende des Tages möglich, sofern das Kennzeichen nicht bereits neu vergeben wurde.

Nummernschild ist Pflicht

Wer ohne Zulassung zur Hauptuntersuchung fährt, muss ein Nummernschild haben und die Daten vorher bei der Zulassungsstelle erfassen lassen. Geht es um die Anmeldung und auch alle anderen Fahrten ohne Zulassung, muss zudem immer der direkte Weg genommen werden und darf nur die Behörde im zuständigen oder dem angrenzenden Bezirk aufgesucht werden.

Für die Fahrt zur Zulassungsstelle gilt: Autofahrer sind gut beraten, vorher die Kfz-Versicherung zu informieren. Das ist ohnehin nötig. Denn um das Fahrzeug zulassen zu können, benötigt man die elektronische Versicherungsbestätigung (EVB-Nummer). Damit ist sichergestellt, dass Versicherungsschutz besteht.

Ohne diesen Schutz zu fahren, kann schlimmstenfalls mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 180 Tagessätzen geahndet werden. Erlischt die Zulassung, weil man die Kfz-Steuer nicht bezahlt hat, liegt das Strafmaß bei einem Verwarngeld von bis zu 70 Euro. Hinzu gestellt sich ein Punkt in Flensburg.

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