Freundschaftsdienst kostet mitunter den Kfz-Versicherungsschutz

Dem besten Freund oder den Nachbarn das Auto leihen: kein Problem! Oder etwa doch? Denn rein rechtlich kann ein solcher Freundschaftsdienst schnell zum Fiasko werden. Und zwar dann, wenn ein Schaden zu beklagen ist. Schlimmstenfalls streicht die Kfz-Versicherung die Leistung und man bleibt auf den Kosten sitzen. Zusatzpolicen oder Leihverträge können helfen.

Die Kfz-Versicherung informieren

Niemand geht davon aus, dass es kracht, wenn man einem Kumpel das eigene Auto überlasst. Allerdings sollte man es auch nicht darauf ankommen lassen, sich später mit der Autoversicherung streiten zu müssen. Der einfachste Weg, Problemen aus dem Weg zu gehen, ist ein simples Telefonat. Viele Kfz-Versicherungen bieten ihren Kunden einen kurzfristigen Zusatzschutz für Fremd-Fahrer an. Damit ist man dann auf der sicheren Seite.

Anderenfalls kann es durchaus kompliziert werden. Für Schäden an fremden Fahrzeugen kommt nach wie vor die Kfz-Haftpflichtversicherung auf. Die Unfallfolgen am eigenen Auto hingegen übernimmt bestenfalls die Vollkaskoversicherung. Doch selbst dann erleidet man einen finanziellen Schaden, weil nur der Zeitwert erstattet wird und in den meisten Verträgen ein Selbstbehalt von bis zu 1.000 Euro vereinbart ist.

Musterleihverträge nutzen

Die Haftpflichtversicherung des Freundes oder Nachbarn kommt für diesen Schaden nicht auf. Teils zahlt auch die eigene Vollkaskoversicherung keinen Cent, weil die Zahl der Fahrer vertraglich limitiert ist. „Das ist manchmal bei der Gewährung von Rabatten der Fall. Dann gibt es diese Beschränkungen im Versicherungsschutz“, so der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC). Dem Fahrzeughalter droht dann eine Vertragsstrafe. Zudem werden die Schäden am Auto nicht übernommen.

Um von Anfang an Klarheit zu haben, ist der Zusatzschutz über die Kfz-Versicherung vermutlich die beste Lösung. Wichtig ist, dass man sich rechtzeitig darum kümmert. Eine Alternative ist der Musterleihvertrag, den man sich vom Fahrer unterschreiben lässt. Damit wird dann eindeutig geklärt, wer für die Folgekosten eines Unfalls aufkommt. Das dient schlichtweg der rechtlichen Sicherheit.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.