Gibt es „das beste Vergleichsportal“ für Kfz-Versicherungen?

Gut, besser, am besten – doch wie oft ist eine solcher ‚Komparativ‘ schon zu schief betrachtet worden, weil er auch ‚tendenziös‘ blieb oder ‚zu individuell‘ erfolgte und eben ein „Studien“-Auftrag gegen Honorar dahinter stand?

Wie aber steht es um den  Service, wenn das Deutsche Institut für Service-Qualität in einer aktuellen Studie dann auch die TV-werbenden Großen wie Verivox und Check24 bewertet?

Wer aber gibt mit welchen Kriterien und auf welche Weise vor, wenn ein Service als „gut“ gelten soll? Und bleibt auch bei der Preisanalyse ein „sehr gut“ für eine Gesamtwertung immer auch eine Frage des Betrachters. 

Jedenfalls hat im November ein „Deutsches Institut für Service-Qualität GmbH & Co. KG“ (kurz Disq) im Auftrag von n-tv Vergleichsportale für Autoversicherungen getestet und dabei „nur Internetportale ausgewählt, die die Möglichkeit anbieten, online einen Tarif abzuschließen sowie kostenlos Tarife miteinander zu vergleichen“.

Das aber bedeutet, dass Portale, die den Vergleich anderer Anbieter nutzen, in dieser Studie ausgeschlossen wurden. Doch auch Versicherungs-Apps, bei denen zwar ein Vergleich möglich ist, die aber auch alle persönlichen Versicherungspolicen gesammelt einsehen und verwalten wollen, wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

Konkret also galt die „Studie“ dann wohl nur wenigen „großen“ Portalen, die man beim Service mit 40 Prozent und der Preis mit 60 Prozent gewichtete.

Analysiert habe man die günstigsten Angebote über 12 definierte Profile mit vier Automobilklassen und drei Nutzertypen und berücksichtigt worden seien die günstigste angezeigte Preis und der Durchschnitt der drei preislich attraktivsten Tarife jeder Abfrage.

Nach Angaben des Instituts lag bei dessen Tests ein standardisiertes, objektiv nachprüfbares Messverfahren und Bewertungen auf einer standardisierten Likert-Skala mit fünf Ausprägungen zugrunde.

In der Gesamtwertung setzte sich dann nur ein Anbieter mit „sehr gut“ gegen die Wettbewerber durch, wobei die Autoren explizit den „ausgewogenen Mix aus gutem Service und attraktiven Preisen“ hervorhoben.

In einem Drittel der Fälle hätten die Portal den günstigsten Versicherungstarif geliefert und in den übrigen Test-Szenarien meist nur geringfügig über dem Bestpreis gelegen. So kam es auf den Positionen zwei bis vier zu drei Mal „gut“.

Doch auch „abgeschlagen an letzter Stelle“ musst es heißen, weil das betrachtete Unternehmen im Testzeitraum keinen telefonischen Service anbot und weniger als die Hälfte der E-Mail-Anfragen beantwortete.

Fazit:

Preisvergleich lohnt sich! Denn abhängig vom jeweiligen Fahrzeugmodell und

Nutzertyp könnten sich Autofahrer bei der Wahl des richtigen Portals über

eine Ersparnis von bis zu rund 38 Prozent freuen.

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