Kfz-Versicherung für Millionen Autos teurer

Jetzt steht es auch für 2019 fest: der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft veröffentlichte ein aktualisiertes Typklassen-Verzeichnis, was für die meisten Automodelle bedeutet, dass deren  Einstufung gleich bleibt.

Doch in der Kfz-Haftpflichtversicherung liegen künftig 5,7 Millionen Typen schlechter, während in den Kasko-Deckungen sich verbessern. Gesprochen wird von „größten Sprünge in fünf Stufen“.

Wie stets im Spätsommer flossen die Schadenbilanzen von 2015 bis 2017 von etwa 29.000 verschiedenen Kfz-Modellen in die neue Bewertung ein. Diese ist jedoch für die Versicherungen unverbindlich, kann jedoch ab sofort für Neuverträge und für bestehende Verträge zur Hauptfälligkeit angewandt werden. In der Regel ist dies der 1. Januar 2019.

Die Typklassen spiegeln somit „die Schaden- und Unfallbilanzen“ der in Deutschland zugelassenen Automodells wider: dabei wird ein Modell in eine niedrigere Typklasse eingestuft, wenn weniger Schäden gegenüber den Vorjahren gemeldet und entschädigt wurden – und umgekehrt.

Bei der Kasko werden örtliche Besonderheiten, wie etwa Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagel- sowie Glasschäden, Fahrzeugbrände oder die Anzahl der Wildunfälle berücksichtigt. Und es spielt der Wert des versicherten Fahrzeugs eine Rolle: 16 Typklassen gibt es für die Haftpflicht, 25 für die Vollkasko und 24 für die Teilkaskoversicherung, jeweils beginnend mit Klasse zehn.

In der Haftpflicht bleibt es für 2019 bei der Typklassen-Einstufung für knapp drei von vier Fahrzeugen beim Alten, denn bei etwa 29,5 Millionen Versicherten ändert sich die Typklasse nicht. Von weiteren 11,1 Millionen Fahrzeugen wird es für knapp 5,7 Millionen teurer, für etwa 5,4 Millionen Autofahrer günstiger.

Eine auffällige Verschlechterung gilt für den  „Renault Kadjar 1.2“, der drei Ränge auf Typklasse 20 abgerutscht ist. Um zwei Klassen verschlechtert hat sich unter anderem der „Kia Niro 1.6 Hybrid“.

Dagegen wird der „VW Tiguan 2.0 TSI 4Motion“ um drei Stufen besser in Typklasse elf eingestuft. Zwei Ränge besser wird der „Seat Ateca 1.4 TSI“, der „Honda HR-V 1.5“ sowie der „BMW 218i Active Tourer; die sind künftig in den Typklassen 14, 15 und 16..

Deutlich höher wird die Umstufung in der Vollkaskoversicherung, wenn auch noch für 53 Prozent (rund 11,7 Millionen Autos) gleich bewertet bleiben.

Eine große Herabstufungen gilt für den „VW Tiguan 2.0 TSI 4Motion“ (von Typklasse 21 in 18), den „Mercedes GLA 180“ (von 24 in 22) und für den „Toyota Verso 1.6“ (von 21 in 19).

Vier Klassen schlechter eingestuft wurde der „BMW X4 xDrive 20D“ (künftig in Typklasse 28) sowie der „Toyota RAV4 Hybrid 2,5“ (künftig in 29).

In  der Teilkasko hat sich die Einstufung für 37 Prozent der teilkaskoversicherten Autos verbessert und für zwei Prozent verschlechtert.

Allein die Veränderung bei der Typklasse lässt jedoch keine Aussage über die Entwicklung des gesamten Kfz-Versicherungsbeitrages zu, da es noch diverse weitere Tarifmerkmale gibt, die sich von Versicherer zu Versicherer erheblich unterscheiden.

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