Kfz-Versicherung: Machtkampf sorgt für günstigere Prämien

Die Kfz-Versicherung gehört zu den Sparten, in denen mit besonders harten Bandagen gekämpft wird. Das ging vor einigen Jahren soweit, dass die Zahlen nicht nur rot, sondern bisweilen sogar dunkelrot wurden. Davon hat man sich inzwischen erholt und geht nicht mehr nur über den Preis ins Rennen um Kunden. Doch die Prämie spielt im Kampf um Platz eins nach wie vor eine Rolle. Für Verbraucher bietet das eine optimale Ausgangslage für einen Kfz-Versicherungsvergleich.

Beiträge für die Autoversicherung sinken

Dass jede Versicherungsgesellschaft so viele Kunden wie möglich für sich gewinnen möchte, ist verständlich. Bei der Kfz-Versicherung konzentrieren sich diese Bemühungen vor allem auf die Zeit um den 30. November – die sogenannte Wechselsaison. Bildlich gesprochen, bricht dann die Zeit der Balz an. Mit bunten TV-Spots, markanten Sprüchen und bekannten Gesichtern wird für die eigenen Tarife geworben.

Da bilden die HUK-Coburg und die Allianz keine Ausnahme. Diese beiden Gesellschaften sind es, die den Markt prägen. Während die HUK-Coburg Branchenprimus ist, möchte die Allianz es wieder werden. Waren die Bemühungen dazu in den vergangenen Jahren eher verhalten, hat die Nummer zwei am Autoversicherungsmarkt spätestens seit 2016 etwas kräftiger aufs Gaspedal getreten. Mit Erfolg.

Wer hat bei der Kfz-Versicherung die Nase vorn?

Laut „Branchenmonitor Kfz-Versicherung 2015-2017“, erstellt von der V.E.R.S. Leipzig GmbH und der Yougov Deutschland GmbH, betrugen die gebuchten Brutto-Prämien der Allianz im Jahr 2017 3,263 Milliarden Euro. Das entspricht 12,11 Prozent des Gesamtmarktes. Bündelt man die Zahlen der HUK-Gesellschaften, kommt man auf 3,477 Milliarden Euro.

Die Schaden-Kosten-Quote der Allianz sank von 102,75 auf 97,88 Prozent. Das heißt, für jeden Euro Beitrag wurden nur noch 97,88 Cent in die Regulierung von Schäden investiert. Verbessert hat sich auch die Vertragszahl von 12.406.295 auf 12.619.346.

Bei der HUK-Coburg – allein für sich genommen, ohne die Tochter-Gesellschaften – wurden 1,850 Milliarden Euro verbucht und verbesserte sich die Schaden-Kosten-Quote von 103,96 auf 97,17 Prozent. Die Zahl der Verträge kletterte von 8.832.444 auf 9.351.754. In der gesamten HUK-Gruppe stehen 20.374.578 Verträge und damit der erste Rang zu Buche.

Der Kampf um Kunden

Der Assekurata-Analyst Dennis Wittkamp sieht in einem Interview mit dem Handelsblatt die HUK-Coburg auch in den nächsten Jahren noch auf Platz eins. Das gelte zumindest für die kommenden zwölf bis 24 Monate. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Allianz sich weiter um die Marktführerschaft bemüht. Das funktioniert hauptsächlich über den Preis, wenngleich Kunden inzwischen auch auf die Leistung und den Service achten. Die Konsequenz: Die Kosten für die Kfz-Versicherung werden sinken oder aber stagnieren. Das bekommen vor allem die höherpreisigen Anbieter zu spüren – und die Kunden. Sie können über einen Kfz-Versicherungswechsel kräftig sparen.

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