Wird die KFZ Versicherung 2017 teurer oder billiger? Jahr für Jahr empfiehlt es sich aufs Neue, die eigene Kfz-Versicherung zu prüfen. Denn nur weil Sie einst einen günstigen Kfz-Versicherungstarif abgeschlossen haben, ist heute nicht mehr gewiß, ob der Tarif im neuen Jahr beim Beitrag überzeugt. Der Versicherungsmarkt befindet sich in Bewegung, im vergangenen Jahr haben sich viele Dinge geändert. Wir haben diese Veränderungen schon 2016 verfolgt. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen zeigen, welche Neuerungen die Autoversicherung im Jahr 2017 mit sich bringt. Außerdem unterstützt Sie unser Tarifrechner beim Kfz-Versicherung Vergleich.

Typklassen 2017 im Check

Ihr Versicherer hat den Beitrag erhöht? Grund dafür kann eine Anpassung der Typklasse sein. Jeder in Deutschland zugelassene Pkw ist in der Kfz-Versicherung einer bestimmten Typklasse zugeordnet. Die Klasse kann sich ändern, einmal im Jahr prüft der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ob Anpassungen erforderlich sind. Die Typklassen gibt es, weil einzelne Fahrzeugtypen unterschiedlich oft in Schadensfälle verwickelt sind. So weisen z.B. preiswerte Sportfahrzeuge (die u.a. bei jungen Kraftfahrern beliebt sind) eine schlechtere Unfallbilanz als hochpreisige Campingfahrzeuge auf.

Die Schaden- und Unfallbilanz nimmt insbesondere in der Kfz-Haftpflichtversicherung großen Einfluss auf die Typklasse. Neben der Unfallbilanz gibt es noch weitere Faktoren, die Einfluss auf die Typklasse haben. In der Kaskoversicherung sind dies Diebstähle, Fahrzeugbrände und Glasschäden. Die genauen Veränderungen der Typklassen 2017 sind der neuesten Typklassenstatistik des GDV zu entnehmen. Mehr als 27.000 verschiedene Automodelle wurden berücksichtigt. Im Vergleich zum Vorjahr gab es aber nur wenige Anpassungen. Je nach Versicherungsart (Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko) waren lediglich ein bis drei Prozent aller erfassten Fahrzeuge von einer Umstufung betroffen.

Extreme Veränderungen in der Vollkasko-Versicherung 2017

Von einer Umstufung betroffene Pkws wurden mehrheitlich um lediglich eine Klasse nach oben oder unten angepasst. Allerdings gibt es auch Ausreißer. Exemplarisch stellen wir drei Ausreißer in der Vollkasko-Versicherung vor.

BMW 218i Active Tourer (+3 Klassen)
Audi A5 2.0 TFSI (+2 Klassen)
Golf VII GTD (+2 Klassen)

Autodiebstähle 2017

Ergänzend werfen wir einen Blick auf die Kriminalstatistik. Sie informiert darüber, welche Autos am häufigsten gestohlen wurden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation kaum verändert, Autodiebe haben es vor allem auf SUV Fahrzeuge abgesehen. Im Fokus stehen Autos von Premiumherstellern. Insbesondere deutsche Automarken sind bei Autodieben gefragt.

Platz 1: Audi
Platz 2: Porsche
Platz 3: BMW

Bundesländer mit den häufigsten Autodiebstählen

Je nach Bundesland müssen Autobesitzer ein unterschiedlich hohes Diebstahlrisiko fürchten. Es folgt eine Übersicht der Bundesländer mit den häufigsten Diebstählen. Der Werte in Klammern geben die Anzahl registrierter Diebstähle je 1.000 zugelassener Fahrzeuge an.

Berlin (3,5)
Hamburg (1,8)
Brandenburg (1,3)

Regionalklassen 2017 im Check

Neben den Typklassen legt der GDV einmal im Jahr die Regionalklassen neu fest. Jeder Zulassungsbezirk wird drei Regionalklassen zugeordnet, nämlich in der Haftpflicht-, Teilkasko- und Vollkasko-Versicherung. Die Regionalklasse gibt darüber Auskunft, wie es um die Schadensbilanz im jeweiligen Zulassungsbezirk steht. 2017 musste der GDV insgesamt 415 Zulassungsbezirke bewerten.

Die individuelle Bewertung ist erforderlich, da nicht in jedem Bezirk gleich gefahren wird. In Großstädten ereignen sich unter Berücksichtigung der zugelassenen Fahrzeuge mehr Unfälle als auf dem Land.

Im Vorjahr galt noch Berlin als der Zulassungsbezirk mit den häufigsten Schadensmeldungen und erhielt damit die schlechteste Einstufung. 2017 wird die Hauptstadt von der Stadt Offenbach am Main abgelöst. Am sichersten fährt es sich hingegen im Zulassungsbezirk Landlust-Parchim, der in Mecklenburg-Vorpommern liegt.

Über die Entwicklung der Regionalklassen 2017 können sich die deutschen Autofahrer nur eingeschränkt freuen. Zwar profitieren 4,8 Mio. Kraftfahrer von einer Herabstufung ihrer Regionalklasse, doch im Gegenzug müssen 6,3 Mio. Kraftfahrer eine Hochstufung in Kauf nehmen.

Änderungen bei den Kfz-Versicherern und Tarifen

Anders als im Vorjahr sind keine Rückzüge auf dem Versicherungsmarkt zu verzeichnen. Alle Kfz-Versicherer sind weiterhin mit eigenen Tarifen am Markt präsent. Allerdings muss dies nicht so bleiben. Der von den Briten beschlossene „Brexit“ könnte dazu führen, dass sich z.B. Versicherer mit britischem Mutterkonzern oder entsprechender Investorenbeteiligung vom Markt zurückziehen. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Kfz-Versicherungstarife knapp kalkuliert sind und ohnehin nicht alle Kfz-Versicherer schwarze Zahlen schreiben, ist eine Konsolidierung nicht auszuschließen. Allerdings ist dies bislang nur Spekulation, Hinweise auf konkrete Rückzüge gibt es nicht.

Bei den Vergleichsportalen hat sich ebenfalls nur wenig getan. Weiterhin ist es nicht möglich, mit nur einem Vergleichsportal den gesamten Markt der Autoversicherung zu durchleuchten. So wird z.B. die Huk24 längst nicht in jedem Tarifrechner berücksichtigt, obwohl dort häufig eine Autoversicherung mit niedrigen Beiträgen lockt.

Ein vollkommen anderes Thema ist die Telemetrie. Lange Zeit führten Telemetrie-Tarife (auch als „Pay as You Drive Kfz-Versicherungen“ bekannt) ein Nischendasein. Doch inzwischen wagen sich zunehmend mehr Versicherer an dieses Segment heran. Kein Wunder, mittlerweile genügen ein GPS-fähiges Smartphone und eine App, um die technische Basis für solche Tarife in der Autoversicherung zu schaffen. Wir gehen deshalb davon aus, dass 2017 weitere Telemetrie-Tarife in der Kfz-Versicherung auf den Markt kommen und sich verhältnismäßig viele Autofahrer auf dieses „Experiment“ einlassen.

Ob sich der Wechsel in solch einen Tarif lohnt, lässt sich pauschal nicht sagen. Die Versicherer sind noch am Experimentieren und viele der Tarife sind eher dem oberen Preissegment in der Kfz-Versicherung zuzuordnen. Außerdem spielt die Fahrweise eine große Rolle: Nur bei einem umsichtigen Fahrverhalten lockt ein niedriger Beitrag. Wer z.B. gelegentlich schneller als erlaubt fährt, muss mit Beitragsaufschlägen rechnen.

Außerdem befinden sich zusätzliche Leistungen in der Kfz-Versicherung, wie der Schutzbrief, auf dem Vormarsch. Ob sich ein Schutzbrief lohnt, muss jeder Autofahrer für sich selbst wissen. Wer z.B. mit seinem Fahrzeug gelegentlich im Ausland unterwegs ist, kann enorm profitieren. Außerdem ist ein Schutzbrief für Autofahrer interessant, die über keine Mitgliedschaft in einem Automobilclub verfügen und im Hinblick auf Unfälle und Pannen trotzdem abgesichert sein möchten.

Tarif-Vergleich für die KFZ-Versicherung 2017

Der Wettbewerb am Versicherungsmarkt bleibt auch in 2017 groß. Für Sie als Versicherungsnehmer ist das von Vorteil, immerhin stehen die Beiträge unter Druck. Allerdings arbeiten die einzelnen Kfz-Versicherer unterschiedlich effizient. Gleichzeitig setzen sie auf verschiedene Konzepte bei Leistungsumfang und Service. Die Folge sind ausprägte Unterschiede bei den Beiträgen. Wenn auch Sie Ihr Auto günstig versichern möchten, führt an einem Kfz-Versicherung Vergleich kein Weg vorbei.

Sie möchten einen Pkw neu versichern? Dann ist ein Tarif-Vergleich unverzichtbar, nur so finden Sie mit Gewissheit einen Kfz-Versicherungstarif, der bei Leistungen und Beitrag gleichermaßen punktet. Wertvolle Unterstützung leistet unser Tarifrechner. Mit seiner Hilfe sind Tarife in der Autoversicherung schnell ausgewertet, Sie sehen auf einen Blick, wie es um Leistungen und Beiträge steht.

Ihr Auto ist bereits versichert? Die einleitend angesprochenen Änderungen bei Typklasse und Regionalklasse haben womöglich zu einem höheren Beitrag geführt. Vielleicht haben Sie einst nicht die beste Tarifwahl getroffen. Deshalb raten wir dazu, einmal im Jahr Kfz-Versicherungstarife für den eigenen Pkw vergleichen – vielleicht findet sich ein besserer Tarif. Ob Sie eine Haftpflicht-, Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung benötigen, spielt hierbei keine Rolle. Unser Tarifrechner berücksichtigt alle Versicherungsarten.

Außerdem kommen ständig neue Tarife auf den Markt. Neben den bereits erwähnten Telemetrie-Tarifen vor allem solche, die einen individuell zugeschnittenen Schutz versprechen. Dies ist ohnehin ein Versicherungstrend der vergangenen Jahre. Heute ist es viel besser möglich, die jährliche Laufleistung in der Kfz-Versicherung exakt zu berücksichtigen. Außerdem sind neue Tarife entstanden, die sich für Carsharing eignen. Wer seinen Pkw gelegentlich vermietet, sollte sich unbedingt absichern.

Abschließend möchten wir anmerken, wie wichtig es ist, bei der Tarifwahl genau hinzusehen. Im Kfz-Versicherung Vergleich tauchen zunehmend mehr Tarife auf, die z.B. niedrige Beiträge in Verbindung mit einer Werkstattbindung versprechen. Allerdings muss jeder Kraftfahrer selbst wissen, ob er mit einer Werkstattbindung oder ähnlichen Einschränkungen einverstanden ist. Außerdem sollte die Deckungssumme in der Haftpflichtversicherung mindestens zehn Millionen Euro betragen, damit Sie auch bei einem schweren Unfall ausreichend versichert sind. Eine Deckungssumme in unbegrenzter Höhe ist der Autoversicherung ebenfalls möglich, mehrere Versicherer bieten solch einen Schutz an.