Lügen haben beim Kfz-Versicherungsvergleich kurze Beine

So langsam kommt wieder Bewegung in den Markt. Spätestens beim Blick in die TV-Werbung merkt man, dass die Kfz-Versicherer aktiv werden. Das heißt für Verbraucher: Die Wechselsaison steht vor der Tür. Der erste Schritt dabei sollte stets ein Kfz-Versicherungsvergleich sein, um gute und günstige Offerten zu finden. Dabei gilt: Ehrlich währt am längsten.

Beispiel Garagennutzung

Für einen Kfz-Versicherungsvergleich müssen vielen Daten hinterlegt werden. Nur so ist es überhaupt möglich, den passenden Tarif zu finden. Sich dabei verleiten zu lassen, die Realität zu beschönigen, ist keine gute Idee. Denn sobald es zum Schaden kommt, wird man als Lügner entlarvt. Und selbst, wenn man die Wahrheit nur ein wenig dehnt oder sich nicht zu 100 Prozent an die vertraglichen Regeln hält, kann es teuer werden.

Dazu ein Beispiel aus der Praxis: Eine Frau hatte beim Abschluss der Kfz-Kaskoversicherung angegeben, dass sie ihr Auto in der Garage parkt. Als sie den Wagen ausnahmsweise vor der Garage abstellte, wurde das Fahrzeug über Nacht entwendet. Die Autoversicherung weigerte sich, in voller Höhe für den Schaden aufzukommen. Das bestätigte auch das Landgericht Magdeburg. Die Frau muss 6.000 Euro aus eigener Tasche zahlen, weil sie gegen die Vereinbarung verstoßen hat (Aktenzeichen: 11 O 217/18).

Vergleichsdaten stets prüfen

Dieses Urteil beweist einmal mehr, dass man bereits beim Kfz-Versicherungsvergleich auf die Details achten muss. Kurzum: Wer ankreuzt, eine Garage zu nutzen, darf das Auto nicht an der Straße abstellen. Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen Aspekten, zum Beispiel der jährlichen Fahrleistung. Sie ist eines der Kriterien für den Kfz-Versicherungsbeitrag. Macht man hier falsche Angaben, drohen Nach- und Strafzahlungen.

Um bei einem Autoversicherungsvergleich auf Nummer sicherzugehen, sollte man die Daten in Ruhe eingeben und anschließend noch einmal prüfen. Nur so erhält man brauchbare Ergebnisse. Ist man sich bei dem einen oder anderen Punkt nicht sicher, ist es sinnvoll, um Rat zu fragen. Die meisten Informationen kann man übrigens aus dem bestehenden Versicherungsvertrag übernehmen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.