Österreich: Männer zahlen mehr für die Kfz-Versicherung

Kfz-Versicherungen nutzen viele Kriterien, um den Beitrag zu berechnen. Das fängt mit dem Alter des Kunden an, geht über das Fahrzeug und die jährliche Fahrleistung bis hin zum Stellplatz. Ein Aspekt muss dabei allerdings außen vor bleiben: das Geschlecht des Versicherungsnehmers. Nichtsdestotrotz gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein – wie ein Kfz-Versicherungsvergleich aus Österreich beweist.

130 Euro Differenz

Auffallend ist: Österreichische Männer zahlen deutlich mehr für ihre Autoversicherung. Die Beitragsrechnung fällt im Schnitt 130 Euro höher aus als bei Frauen. Basis für diese Zahl sind knapp zwei Millionen Versicherungsvergleiche. Dabei waren es früher, bevor das Geschlecht als Bemessungskriterium verboten wurde, stets Frauen, die tiefer in die Tasche greifen mussten.

Hauptgrund für den Beitragsunterschied sind die Vorlieben. Männer bevorzugen Fahrzeuge mit ordentlich Power unter der Motorhaube. In der Alpenrepublik ist jeder dritte Mann mit mehr als 180 Pferdestärken unterwegs. Bei den Frauen ist es nur jede Achte. Auch bei den Marken gibt es Differenzen. Männer tendieren eher zu BMW (Marktanteil bei Männern: 15 Prozent) und Mercedes. Frauen entscheiden sich eher für Volkswagen (17 Prozent).

Zünglein an der Waage: das Bundesland

Wenn Männer in Österreich dann auch noch im „falschen“ Bundesland leben, wird es nochmal teurer. Denn auch bei unseren Nachbarn werden die Unfallstatistiken ausgewertet und daraus Bonus-Stufen (hierzulande die Regionalklassen) gebildet. Pech hat, wer in Wien wohnt. Dort beläuft sich die durchschnittliche Versicherungsprämie auf 1.003 Euro. Das sind 140 Euro mehr als im österreichischen Schnitt. Günstiger ist es in Kärnten und im Burgenland mit Bonusstufe 0.

So kommen Männer im Schnitt auf 1.006 Euro, die sie für ihre Kfz-Versicherung aufbringen müssen. Österreichische Frauen zahlen 877 Euro. Wenn die Herren sparen wollen, bleibt ihnen wohl nur, kleinere Autos zu kaufen oder mit einem Autoversicherungsvergleich nach günstigeren Offerten zu suchen. Da man sich nur ungern von seinem Fahrzeug trennt, hat der Vergleich vermutlich die Nase vorn.

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