Rentner fühlen sich von der Kfz-Versicherung unfair behandelt

Wenn man ganz pauschal zwei Gruppen benennen sollte, die bei der Kfz-Versicherung deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen, sind das Fahranfänger und Senioren. Ihnen haftet der Ruf des Risikos an. Während sich die Situation bei Führerscheinneulingen etwas entspannt hat, haben ältere Autofahrer weiterhin das Nachsehen. Sie zahlen drauf – und sind daher gut beraten, sich mit einem Kfz-Versicherungsvergleich und Anbieterwechsel zu wehren.

Risikozuschlag für Senioren

Neu ist die Erkenntnis nicht, dass Senioren trotz teils vieler unfallfreier Jahre mehr für ihre Autoversicherung berappen müssen. Entsprechende Studien und Beispielrechnungen zeigen, dass es dabei nicht um Klimpergeld, sondern um Beträge von mehreren hundert Euro geht. Kein Wunder, dass sich ein Rentner in Leipzig an die Presse wandte: „In meinem Alter, über 70 Jahre, erhöht sich die Versicherung jedes Jahr, obwohl meine schadenfreien Jahre ansteigen.“ Als besonders unfair erachtet der Mann die Tatsache, dass man länger arbeiten soll und gleichzeitig von der Autoversicherung bestraft wird. „Wie grotesk, Rente ab 67 Jahren, am liebsten mit 70 Jahren – aber mit 65 oder noch eher wird man als Risiko auf der Straße eingestuft.“

Eine Einschätzung, die man im Büro gegen Altersdiskriminierung in Köln und bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen teilt. Allerdings weiß man dort auch, dass die Zuschläge rein rechtlich legitim sind.

Bis zu 57 Prozent Unterschied

Das ändert jedoch nichts daran, dass man das Vorgehen der Versicherungen für unfair hält. Zum einen erlaube das Alter allein noch keine Vorhersage zum Unfallrisiko. Zum anderen sei über die Schadenfreiheitsrabatte bereits ein Belohnungs- und Bestrafungssystem in der Kalkulation enthalten – und zwar altersunabhängig.

Nichtsdestotrotz halten Kfz-Versicherer die Hand bei älteren Kunden etwas weiter auf. Laut Finanztip zahlt ein 65-Jähriger durchschnittlich elf Prozent mehr als ein 55-Jähriger. Vergleicht man die Beiträge für die Autoversicherung bei 75- und 55-Jährigen ergibt sich sogar eine Differenz von bis zu 57 Prozent.

Gerade Senioren sparen mit dem Kfz-Versicherungsvergleich

Aus Sicht des Gesamtverbandes der Versicherer (GDV) sind diese Unterschiede durchaus gerechtfertigt. Denn ältere Fahrer verursachen laut Statistik mehr Unfälle. Dadurch handle es sich um ein Tarifmerkmal, mit dem der Beitrag für ältere Fahrer steigt.

Die Berechnungen des GDV sind allerdings nicht bindend. Von daher ergeben sich gerade für Senioren teils enorme Preisunterschiede bei der Kfz-Versicherung. Was heißt das? Ältere Fahrer, die sich von ihrer Assekuranz unfair behandelt fühlen, sollten mit einem Autoversicherungsvergleich prüfen, ob es nicht bessere und günstigere Angebote für sie gibt. Das dauert nur ein paar Minuten, kann aber viel Geld sparen.

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