Sparen mit der Telematik-Kfz-Versicherung

Einige Fahrer haben den Fuß ständig auf dem Gas und auch kein Problem damit, Kurven Voll-Speed zu nehmen. Andere achten penibel auf ihr Tempo und bremsen lieber einmal mehr als zu wenig. Das heißt, im Straßenverkehr sind unterschiedlichste Typen unterwegs. Bei der klassischen Kfz-Versicherung wird dem kaum Rechnung getragen, wohl aber bei den Telematik-Tarifen. Sie belohnen sicheres Fahren und bestrafen riskante Manöver.

Die Blackbox im Auto

Telematik-Tarife bei der Kfz-Versicherung sind seit einigen Jahren im Gespräch und werden inzwischen auch von den größeren Assekuranzen angeboten. Zielgruppe waren anfänglich vor allem Führerschein-Neulinge. Sie sollten mit dem Prinzip „Pay as you drive“ – bezahle, wie Du fährst – die teils exorbitant hohen Beiträge senken können. Zudem zielen die Telematik-Angebote auf mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Dazu wird genauestens protokolliert, wie, wo und wann man mit dem Auto unterwegs ist. Vor allem abrupte Bremsmanöver, starke Beschleunigungen und Lenkbewegungen werden von den Systemen erkannt und bewertet. Dazu muss vorab eine Blackbox installiert werden. Die Kosten hierfür zahlt zumindest teilweise die Kfz-Versicherung. Mittlerweile reichen auch Applikationen auf dem Smartphone oder ein Stick, der in den Zigarettenanzünder gesteckt wird.

Bewertung der Fahrweise

Welche Daten die Systeme aufzeichnen und wie sie bewertet werden, ist von Versicherung zu Versicherung unterschiedlich. Einige Unternehmen lassen die Informationen durch externe Dienstleister auswerten. Das Ergebnis kann zum Beispiel ein Score-Wert sein, der auch den Kunden zur Verfügung gestellt wird. Daran lässt sich dann ablesen, ob man eher sicher oder riskant fährt.

Hält man sich an die Spielregeln im Verkehr und fährt auch sonst sicher, kann eine Telematik-Police viel Geld sparen. Möglich sind Rabatte von bis zu 20 oder 30 Prozent. Aber: Man gibt für diese Ersparnis viel über sich preis. Denn einige Systeme berücksichtigen nicht nur die Fahrweise, sondern auch die Fahrzeiten und die Orte, an denen man mit dem Auto unterwegs ist. Hier muss man sich dann die Frage nach dem Datenschutz stellen und wie die Sicherheit der Daten gewährleistet wird.

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