Tipps für den Kfz-Versicherungsvergleich

Die meisten Autofahrer verbinden mit einem Kfz-Versicherungsvergleich eine mögliche Ersparnis. Oder anders ausgedrückt: Wer die Autoversicherung vergleicht, erhofft sich in erster Linie einen günstigeren Tarif. Doch Vorsicht – Geld ist nicht alles. Die preiswerteste Police erweist sich mitunter als Stolperstein, wenn es an Leistung und Service hapert. Deshalb sollte man sehr genau darauf achten, was man unterschreibt. Hier ein paar Tipps für den Kfz-Versicherungsvergleich.

Auf die Deckungssumme achten

Ein Aspekt der Autoversicherung, an dem man keinesfalls sparen sollte, ist die Deckungssumme. Der Gesetzgeber schreibt zwar einen Mindestschutz vor. Doch in dem Punkt sind sich alle Experten einig, vom Vergleichsportal bis zu den Verbraucherschützern: Die Deckungssumme der Kfz-Versicherung kann nicht hoch genug sein. „Sie sollte bei mindestens 100 Millionen Euro liegen“, empfiehlt zum Beispiel der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC). Damit ist man auf der sicheren Seite.

Das gilt auch, wenn man sich für den Rabattschutz entscheidet. Hierbei handelt es sich um einen Leistungsbaustein, der den Beitrag zwar um ein paar Euro steigen lässt, im Fall der Fälle aber deutlich mehr einspart. Rabattschutz heißt, dass man bei einem Schaden pro Kalenderjahr nicht zurückgestuft wird. Normalerweise geht es nach einem Unfall oder Schaden, der durch die Assekuranz reguliert werden muss, gleich um mehrere Schadenfreiheitsklassen in den Keller. Dann dauert es Jahre, um wieder auf den alten Prozentsatz zu kommen.

Verzicht auf den Einwand grober Fahrlässigkeit

Ein weiterer Baustein, der eine Überlegung wert ist: der Verzicht auf den Einwand bei grober Fahrlässigkeit. Diese raumgreifende Bezeichnung bewahrt Autofahrer davor, tief in die Tasche greifen zu müssen, sollten sie sich (ohne Vorsatz) grob fahrlässig verhalten. Mit diesem Vorwurf seitens der Autoversicherung muss man rechnen, wenn man durch die Kinder abgelenkt wird und nicht auf den Verkehr achtet oder aufgrund von Unachtsamkeit die rote Ampel übersieht, und es zu einem Schaden kommt. Bei Alkohol- und Drogenkonsum greift dieser Schutz übrigens nicht.

Geht es vornehmlich darum, den Beitrag für die Kfz-Versicherung zu senken, kann man unter anderem durch Onlineverträge bei Direktversicherern sparen. Diese Anbieter verzichten auf ein eigenes Filialnetz und stehen ihren Kunden bei Fragen und Problemen nur per Telefon, E-Mail oder Applikation zur Verfügung. Der Service ist dadurch nicht automatisch schlechter, wie inzwischen mehrere Studien belegen. Wer allerdings den persönlichen Kontakt gewohnt ist, sollte sich gut überlegen, ob eine Direktversicherung der richtige Weg ist.

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