Wer scharf rechnet, wechselt zum Direktversicherer!

Warum nicht auch konsequent bei Gas und Strom…?

Wer lesen kann, sei im Vorteil. Wohl aber auch, wer rechnen kann oder eben, wer rechnen muss. Denn die Erhöhungen bei den Prämien in der Kfz-Versicherung sind seit 2010 fast doppelt so hoch wie die Inflationsrate.

Klar für manchen Kraftfahrer: Nix wie hin zum Direktversicherer!

 Somit sind diese Versicherer in der Kfz-Haftpflichtversicherung von 2010 bis 2016 um satte 56 Prozent gewachsen. Sind Sie auch „Profiteure“ des harten Marktes mit guten Preisen…?

Vermutlich schon, denn die Autoversicherung wurde im Vergleich teurer als der allgemeine Warenkorb.

So stieg in der Kfz-Haftpflichtversicherung die Durchschnittsprämie um 17,5 Prozent auf 243,60 Euro und in der Kasko sogar um 20,4 Prozent auf 216,80 Euro.

Und das Ganze nur deshalb, weil der Kfz-Markt; der Trend zur Motorisierung anhält. Auch wenn dies für manchen Bewohner der Großstadt wegen des günstigen ÖPNV nicht zwingend auch gilt.

So meldet das Kraftfahrt-Bundesamt von 2010 bis Anfang 2017: von 50,2 auf 55,5 Millionen gemeldete Autos.

Und weil der Trend je nach Familie zum Dritt-Fahrzeug geht, legen vor allem die Direktversicherer zu mit einem Marktanteil von 9,3 Prozent. Und das bei einem unterdurchschnittlichen Kostensatz von 13,7 Prozent der Beitragseinnahmen oder 2,9 Prozentpunkte weniger als im Marktschnitt.

Als die „fünf lupenreine Direktversicherer“ gelten somit die Ovag, die Ostdeutsche Versicherung AG, die unter der Marke Bavariadirekt das Direktversicherungs-Geschäft der Versicherungskammer Bayern (VKB) betreibt, die R+V Direktversicherung AG (R+V24), die Allsecur Deutschland AG, die Sparkassen Direktversicherung AG (S-Direkt) und die Cosmos Versicherung AG. Research online, purchase

So tendieren die Deutschen zu „Ropo“ (research online, purchase offline), dem Bedürfnis, Internet-Informationen und persönliche Beratung zu bekommen, was mit einem Mischvertrieb aus Direktversicherung, Geschäftsstellen und Nebenberuflern gelingt.

Liegt dagegen „dominanter Außendienstvertrieb“ vor, gehen die Umsätze zurück. Grund dafür sind die über-durchschnittlichen Kostensätze mit 18,2 Prozent und eben die höheren Prämien mit 263,20 Euro.

Was aber sind schon 20 Euro „über Markt“? – Ist einem da nicht der langjährig persönlich bekannte Versicherer lieber…?

Doch viele Versicherer sehen ihre Zukunft nicht mehr im personalen Vertrieb, sondern als Direktversicherer.

Und für die reinen Außendienst-Versicherer gilt, dass sie eine Marke aufgebaut haben, der man sich im alljährlichen Wechselfieber zum Jahresende entziehen kann.

Komisch nur, dass man sich bei Strom und Gas eher nur bedingt um bessere Tarif sorgt…

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